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Reihenfolge der Parteien auf dem Stimmzettel der Bundestagswahl 2017

WIESBADEN – Die Reihenfolge der Parteien auf den Stimmzetteln ist auch bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 nicht im ganzen Bundesgebiet gleich. Hierzu erläutert der Bundeswahlleiter, dass für jeden Wahlkreis eigene Stimmzettel gedruckt werden, weil in jedem der 299 Wahlkreise unterschiedliche Direktkandidatinnen und -kandidaten antreten. Daraus folgt, dass es 299 unterschiedliche Stimmzettel geben muss.

Inhalt und Aufbau der Stimmzettel sind in § 30 des Bundeswahlgesetzes festgelegt. Danach werden auf dem Stimmzettel in der linken Spalte – für die Wahl mit der Erststimme – die Direktkandidatinnen und -kandidaten, in der rechten Spalte – für die Wahl mit der Zweitstimme – die Landeslisten der Parteien aufgeführt. Die Reihenfolge ist zunächst nach den Parteien bestimmt, die mit Landeslisten antreten. Ihre Reihenfolge in der rechten Spalte des Stimmzettels richtet sich nach der Zahl der Zweitstimmen, die die einzelnen Parteien bei der letzten Bundestagswahl 2013 in dem jeweiligen Land erzielt haben. Die übrigen Parteien sind in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
>> Somit ist die Reihenfolge der Parteien auf den Stimmzetteln innerhalb jedes einzelnen Landes einheitlich. <<

Bei der Bundestagswahl 2017 nimmt die CDU in dreizehn Ländern den Listenplatz 1 ein (in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland), in zwei Ländern steht die SPD an erster Stelle (in Hamburg und in Bremen), in Bayern ist dies die CSU.

Den Listenplatz 2 belegen in zehn Ländern die SPD (in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Baden-Württemberg und im Saarland), in vier Ländern DIE LINKE (in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und in Thüringen) und in zwei Ländern die CDU (in Hamburg und in Bremen).

Auf dem Listenplatz 3 stehen in neun Ländern die GRÜNEN (in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg), in vier Ländern die SPD (in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und in Thüringen), in drei Ländern DIE LINKE (in Brandenburg, Berlin und im Saarland).

Den Listenplatz 4 haben in jeweils fünf Ländern DIE LINKE (Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hessen) sowie die AfD (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen) inne, in vier Ländern die FDP (Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg) und in Berlin und im Saarland die GRÜNEN.

Den Listenplatz 5 belegen in sechs Ländern die AfD (in Bremen, Berlin, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und im Saarland) in fünf Ländern die GRÜNEN (Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen), in drei Ländern die FDP (Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen) und in zwei Ländern DIE LINKE (in Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz).

In der linken Spalte des Stimmzettels sind die Namen der Direktkandidatinnen und Direktkandidaten in der Reihenfolge der Landeslisten aufgeführt. Danach folgen in alphabetischer Reihenfolge die Direktkandidatinnen und -kandidaten von Parteien ohne Landeslisten und von Wählergruppen oder Einzelbewerberinnen und Einzelbewerbern, die für den jeweiligen Wahlkreis zugelassen wurden.

Zugelassene Wahlvorschläge erscheinen selbst dann auf dem Stimmzettel, wenn eine Partei nachträglich erklärt, sie wolle auf die Teilnahme an der Wahl verzichten.

Quelle: Bundeswahlleiter – Pressemitteilung Nr. 11/17 vom 11. August 2017

Bundestagswahl 2017: Wahlberechtigte nach Ländern

WIESBADEN – Bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag am 24. September 2017 leben nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes die meisten Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen (13,1 Millionen), Bayern (9,5 Millionen) und Baden-Württemberg (7,8 Millionen). Wie der Bundeswahlleiter weiter mitteilt, sind die Länder mit der kleinsten Zahl an Wahlberechtigten Bremen (0,5 Millionen) und das Saarland (0,8 Millionen). Insgesamt sind – wie bereits mitgeteilt – 61,5 Millionen Deutsche wahlberechtigt.

Anzahl der Wahlberechtigte in Deutschland bei der Bundestagswahl 2017 sortiert nach Ländern:

Land Schätzung in Millionen 1
Baden-Württemberg 7,8
Bayern 9,5
Berlin 2,5
Brandenburg 2,0
Bremen 0,5
Hamburg 1,3
Hessen 4,5
Mecklenburg-Vorpommern 1,3
Niedersachsen 6,1
Nordrhein-Westfalen 13,1
Rheinland-Pfalz 3,1
Saarland 0,8
Sachsen 3,3
Sachsen-Anhalt 1,8
Schleswig-Holstein 2,3
Thüringen 1,8
Deutschland 61,5

1 Durch Rundungen weicht die Summe der Länderergebnisse geringfügig von dem Gesamtergebnis für Deutschland ab.

Quelle: Pressemitteilung Bundeswahlleiter vom 07.02.17

299 Wahlkreise zur Bundestagswahl 2017

Das Bundesgebiet ist für die Bundestagswahl 2017 in 299 Wahlkreise eingeteilt. Die Einteilung des Wahlgebietes in Wahlkreise für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag ist detailliert in der verlinkten Wahlkreiskarte des Bundeswahlleiters dargestellt.

Wahlkreiskarte zur Bundestagswahl 2017
Wahlkreiskarte zur Bundestagswahl 2017

>> Wahlkreiskarte zur Bundestagswahl 2017 (Bundeswahlleiter)

Für die Bundestagswahl 2017 hat der Gesetzgeber auf der Grundlage des Gebietsstandes vom 29. Februar 2016 gegenüber der bisherigen Wahlkreiseinteilung insgesamt 34 Wahlkreise neu abgegrenzt. Die  Änderungen sind im Detail unter folgendem Link nachzulesen.

>> Änderungen der Wahlkreise zur Bundestagswahl 2017

Übersicht der Wahlkreise je Bundesland:

Land Wahlkreis-Nr. Anzahl Wahlkreise
Schleswig-Holstein 1 bis 11 11
Mecklenburg-Vorpommern 12 bis 17 6
Hamburg 18 bis 23 6
Niedersachsen 24 bis 53 30
Bremen 54 und 55 2
Brandenburg 56 bis 65 10
Sachsen-Anhalt 66 bis 74 9
Berlin 75 bis 86 12
Nordrhein-Westfalen 87 bis 150 64
Sachsen 151 bis 166 16
Hessen 167 bis 188 22
Thüringen 189 bis 196 8
Rheinland-Pfalz 197 bis 211 15
Bayern 212 bis 257 46
Baden-Württemberg 258 bis 295 38
Saarland 296 bis 299 4